Special

Baureport Modellhelikopter "Hirobo Eagle2 GS"

Zusammensetzen der vorderen Rumpfhälften, welche aus Flugzeugaluminium gefertigt wurden.

Pitchhebel- und Anlenkung einsetzen.
Der wahrhaft mächtige 24ccm Tanaka Benzin Motor. Ein Prachtstück.

Der Seilzugstarter und die Kupplungseinheit mussten noch montiert werden.
Der Motor wird zwischen den hinteren Rumpfhälften verschraubt. Vorerst sollte man die Schrauben nur provisorisch festziehen, da eine definitive Ausrichtung erst später möglich sein wird.
Der Rumpf ist wirklich unglaublich stabil gefertigt. Alles aus Metall oder Alu und immer mehrfach verstrebt.
Beim Biegen der Tankleitungen kommt noch ein wenig Romantik auf.

...immerhin hat man aus vergangenen Fällen gelernt, dass diese Röhrchen einknicken, wenn man sie kalt biegt.


Mit ein wenig Kerzenlicht, werden sie aber schön zahm...fast wie bei den Frauen.
Die Nick-Wippe war eine Herausforderung für sich. Die M3-Schrauben passten einfach nicht in die gewindelose Bohrung. Das Problem scheint allerdings bekannt zu sein und mit etwas anderen Schrauben ging es dann mehr oder weniger.
So langsam werden erste Züge einer Heli-Mechanik erkennbar.
Der Zusammenbau des Rotorkopfes war ebenfalls recht zeitintensiv. Insbesondere ist es -wie immer- mühsam die Paddel korrekt auszurichten. Mit einem Schraubstock und einer Pitchlehre, ging es dann aber doch relativ einfach. Allerdings bin ich nach wie vor kein Fan von geschraubten Paddel.
Assistenz ist unentbehrlich.

Der Blick verrät, wie lange wir schon vor der Werkbank sitzen.
Montage des Rotorkopfes und Einbau der RC-Anlage:
Heckservo: Futaba 9254
Pitchservo: Futaba 9206
Restliche: Futaba 9202
Kreisel: Futaba GY-401
Ich entschied, das Heckservo direkt am Ausleger und nicht im Rumpf zu installieren, um eine problemlose Anlenkung zu gewährleisten.

Pitchwerte: +11 / -4
Die Betankungsanlage war relativ aufwändig, da ich eine T-Verbindung organisieren musste. Benziner-Zubehör ist leider nicht so verbreitet in Modellbaufachgeschäften.
Die Kabel sind sauber geführt und verkleidet.


  Testflüge
Nachdem der Motor mit Hilfe von Peter Zollinger (Landmaschinenmechaniker) eingestellt war, wagte ich einen ersten Schwebeflug. Die anfänglichen Vibrationen konnten durch das Einstellen des Spurlaufs behoben werden.

Danach ermittelte ich die vorläufige Gas-/Pitchkurve. Beide Kurven verlaufen praktisch linear.

Jetzt ging es erst richtig an's Fliegen. Der Schwebeflug ist sehr ruhig und der Eagle reagiert präzise auf jeden Steuerbefehl. Die Kreiselempfindlichkeit musste ich geringfügig zurücknehmen. Vermutlich liegt das an den Vibrationen des Motors, die sich im Laufe der Zeit legen sollten.

Power scheint ohne Ende vorhanden zu sein. Bei Voll-Pitch wird die fast 7 Kg schwere Maschine förmlich in den Himmel katapultiert. Die Rundflugeigenschaften sind ähnlich wie beim Raptor.
Zum Motor kann ich nur sagen, dass er problemlos läuft und zum Starten höchstens zwei Seilzüge notwendig sind. Der Sound ist Harley-mässig und beinahe mit den kolbenbetriebenden Vorbildern zu vergleichen. Mit einem Tank fliegt man dann gut eine halbe Stunde!!!
Der SST-Eagle2-GS überzeugt mich bis jetzt voll und ganz und mein Traum von einem Benziner Heli ist in Erfüllung gegangen.
Bei Gelegenheit, werde ich noch einen kleinen Film drehen..."the show must go on"!